Paz Rojas Baeza

Paz Rojas Baeza wurde 1932 in Santiago de Chile geboren und ist Ärztin für Neuropsychiatrie. Seit Beginn der Diktatur in Chile 1973 arbeitete sie mit dem Comité Pro Paz zusammen, das Opfer von Folter, Angehörige von Verschwundenen oder Hingerichteten betreute. Bis 1974 war sie Professorin und Klinikleiterin der Neurologischen Abteilung des Krankenhauses José Joaquín Aguirre (Universidad de Chile). Im Exil in Frankreich setzte sie ihre Arbeit fort.

1981 kehrte sie zurück und schloss sich der Corporación de Promoción y Defensa de los Derechos del Pueblo (CODEPU) an und kämpfte gegen die Straflosigkeit. 2001 half sie bei der Gründung der Ethikkommission gegen Folter, deren Arbeit entscheidend für die Gründung der Valech-Kommission 2003 war, welche die Anwendung von Folter durch Staatsbedienstete anerkennt. P. Rojas wurde 1998 mit dem Menschenrechtspreis der Universität Oslo (Norwegen) ausgezeichnet, 2019 mit dem Menschenrechtspreis der Ärztekammer von Chile.